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SOMATOM go.Open Pro  Intelligente 4D-CT-Bildgebung White Paper

SOMATOM go.Open Pro Intelligente 4D-CT-Bildgebung White Paper

Erfahren Sie in diesem White Paper, wie auf Ihrem Scanner SOMATOM go.Open Pro eine Echtzeitanpassung an die Atmung der Patient*innen mit Direct i4D möglich ist.

Zielgruppe: Basisanwender, alle Anwender.
Empfohlen wird die Anzeige auf folgenden Geräten: Alle Geräte (inkl. Tablet, Smartphone).

White Paper Intelligente 4D-CT- Bildgebung. Echtzeitanpassung an die Atmung der Patient*innen mit Direct i4D siemens-healthineers.com/somatom-go-open-pro Michaela Hösl, Ph.D. Christian Hofmann, Ph.D. Alejandra Pecka, Ph.D. Jannis Dickmann, Ph.D. SIEMENS Healthineers White Paper · Intelligente 4D-CT-Bildgebung Intelligente 4D-CT-Bildgebung · White Paper Überblick Die Lösung Direct i4D Patient*innen atmen in 75 % der Fälle unregelmäßig, was zu Artefakten führen kann. Die 4D-CT-Bildgebung bildet die Grundlage für die anschließende Tumorkonturierung, die für die Bestrahlungsplanung erforderlich ist. Wird das Zielvolumen durch Artefakte verdeckt, wird bei der konventionellen 4D-CT-Bildgebung der Sicherheitssaum angepasst (23 % der Fälle) oder der Scan wird wiederholt (6 % der Fälle). Insbesondere bei hochpräzisen Bestrahlungen wie der SBRT sind minimale Sicherheitssäume entscheidend, um die Toxizität zu begrenzen und die vorgesehene Dosis zu verabreichen. Hauptmerkmale von Direct i4D1 Evaluierung von Direct i4D im Vergleich zur Direct i4D wurde entwickelt, um das Problem einer unregel- konventionellen 4D-CT2 mäßigen Atmung während des Scans zu lösen, und ist die Die Evaluierung von Direct i4D durch Werner et al. und weltweit erste 4D-CT-Sequenz, die sich intelligent und in Skitzak et al. zeigte, dass die Bewertung in Bezug auf Echtzeit an die Atmung der Patient*innen anpasst. Direct Bildartefakte bei Direct i4D im Vergleich zur konventionellen i4D ist ein sequenzieller 4D-CT-Scanmodus, der aus drei 4D-CT deutlich verbessert war (p-Werte < 0,001). Schritten besteht: • Die Wertungen lagen bei 74 % (amplitudenbasierte 1. Optimale Auswahl der Ausgangsparameter basierend auf Rekonstruktion) bzw. 53 % (phasenbasierte Rekonstrukti- den individuellen Patient*innen, on) mit Artefaktfreiheit gegenüber 13 % bzw. 5 % bei der 2. Sequenzielle Aufnahme eines vollständigen Atemzyklus konventionellen 4D-CT. an jeder Tischposition unter Verwendung eines On- • Bei der konventionellen 4D-CT waren Wiederholungsscans line-Gating-Geräts für Ateminformationen in Echtzeit, in 31 % (amplitudenbasierte Rekonstruktion) bzw. 37 % 3. Retrospektive optimale Rekonstruktion basierend auf (phasenbasierte Rekonstruktion) der Fälle erforderlich, bei phasen- oder amplitudenbasiertem Binning. Direct i4D dagegen nur in 4 % (PB) bzw. 1 % (AB) der Fälle. Die Atmung der Patient*innen ist • Bei der Beam-on-Zeit (Bestrahlungszeit) wurde kein in 75 % der Fälle unregelmäßig. signifikanter Unterschied festgestellt. • In dieser Studie verlängerte sich die Akquisitionszeit mit Direct i4D zwar um bis zu 53 %, aber die Bildqualität verbesserte sich und die Notwendigkeit von Wiederho- lungsscans wurde minimiert. Inhalt Bewegungsmanagement und 4D-CT-Bildgebung in der Strahlentherapie 4 Intelligente 4D-CT-Bildgebung mit Direct i4D 6 Technische und klinische Evaluierung 10 Mit freundlicher Genehmigung des Universitätsklinikums Hamburg- Eppendorf (UKE), Deutschland, und von Central Alabama Radiation Klinische Fälle und Kund*innenfeedback 14 Oncology, Montgomery, USA Fazit 16 1 Optional. Erfordert Varian RGSC oder Anzai als Online-Gating-Gerät. Verfügbar für SOMATOM go.Open Pro, SOMATOM X.ceed und SOMATOM X.cite. 2 Die hier wiedergegebenen Aussagen von Siemens Healthineers-Kund*innen basieren auf Ergebnissen, die in der spezifischen Umgebung der Kund*innen erzielt wurden. Da es kein „typisches“ Krankenhaus oder Labor gibt und die Ergebnisse von vielen Variablen abhängen (z. B. Größe des Krankenhauses, Zusammensetzung der Stichproben, Case Mix, Grad der IT-Integration und/oder Automatisierung), kann nicht garantiert werden, dass andere Kund*innen die gleichen Ergebnisse erzielen. 2 3 White Paper · Intelligente 4D-CT-Bildgebung Intelligente 4D-CT-Bildgebung · White Paper Bewegungsmanagement und 4D-CT- Bewegungsmanagement bei der 4D-CT- Bildgebung in der Strahlentherapie Bildgebung Die 4D-CT-Bildgebung liefert die notwendigen Informatio- chend den Atemphasen. Darüber hinaus berücksichtigt die nen über die Lage des Tumors während des Atemzyklus Rekonstruktion der konventionellen 4D-CT keine Ausreißer und spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung in den Atemamplituden, wodurch ebenfalls Artefakte im Das Atmungsbewegungsmanagement in der Strahlenonko- Ziel der SBRT ist es, die verordnete Dosis in einer einzigen und Wahl der Behandlung. Für eine präzise Konturierung Bild entstehen können. logie ist bei modernen Verfahren der Strahlentherapie (RT) Fraktion zu verabreichen, um die biologisch wirksame Dosis ist eine hohe Bildqualität ohne große, den Tumor überla- von entscheidender Bedeutung. Richtlinien wurden bereits (BED) zu erhöhen. Bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs gernde Artefakte wichtig. Artefakte können sich negativ auf die Konturierung von 2006 von der AAPM-Arbeitsgruppe 76 entwickelt, und die (NSCLC) im Frühstadium besteht eine weitere Behandlungs- Zielvolumina und Risikoorganen auswirken und somit eine Richtlinien werden derzeit von der Arbeitsgruppe 324 strategie darin, die hohe Dosis in bis zu fünf Fraktionen zu Konventionelle 4D-CT-Bilder aus Spiral- oder Cine-4D-CT-Se- optimale Dosisberechnung und -verabreichung behindern, aktualisiert, was die anhaltende Bedeutung des Bewegungs- verabreichen (hypofraktionierte Bestrahlung)1 quenzen können mit zahlreichen Artefakten behaftet sein, indem sie die Sicherheitssäume vergrößern. In extremen . managements in der RT zeigt [1]. insbesondere wenn die Patient*innen nicht regelmäßig Fällen, wenn die Bilder für eine Behandlungsentscheidung Bei hypofraktionierter oder stereotaktischer Bestrahlung ist atmen können. In einer von Wulfhekel et al. [5] durchge- unzureichend sind, muss der*die Patient*in erneut Krebserkrankungen im Brust- und Bauchraum des menschli- es unerlässlich, gesundes Gewebe zu schonen, um Spättoxi- führten retrospektiven Analyse mit mehr als 50 Patient*in- gescannt werden, ohne dass garantiert werden kann, dass chen Körpers sind am stärksten von der Atmungsbewegung zitäten so weit wie möglich zu reduzieren und gleichzeitig nen wurde festgestellt, dass 75 % der Bilder Artefakte der zweite Scan weniger artefaktbehaftet sein wird. Antony betroffen, wobei Lungenkrebs der offensichtlichste Fall ist. die kurative Dosis an das Zielvolumen zu verabreichen. Eine aufwiesen. Normalerweise wird eine feste Atemfrequenz et al. [6] zeigten, dass Medizinphysiker*innen in 23 % der Mit etwa zwei Millionen Neuerkrankungen pro Jahr weltweit klare Darstellung des Tumors und der umliegenden beweg- von dem*der Therapeut*in geschätzt und vor der Fälle entweder zu einer Anpassung des Sicherheitssaums steht Lungenkrebs an zweiter Stelle der Neuerkrankungen ten Organe ist wichtig, um das Ziel der Schonung des 4D-CT-Aufnahme manuell eingegeben. Die Auswahl (17 %) oder sogar zu einem erneuten Scan (6 %) aufgrund und weist eine konstant niedrige durchschnittliche 5-Jah- gesunden Gewebes bei gleichzeitiger Behandlung des res-Überlebensrate von < 20 % auf (IARC, Weltgesundheits- geeigneter Ausgangsparameter hängt stark von der starker Bewegungsartefakte rieten, wobei keine der beiden Tumors zu erreichen, und ist entscheidend für die Entschei- Erfahrung des Personals ab. Maßnahmen für die anschließende SBRT-Behandlung organisation, 2020). Bei Lungenkrebs hat sich die SBRT zu dung hinsichtlich der Behandlungsstrategie. Die vorgeschla- einer gängigen Behandlungsmethode entwickelt, entweder Artefakte entstehen dann durch unpassend festgelegte geeignet war. genen und angewandten Atemanhaltetechniken werden vor einer Operation oder als eigenständige Behandlung von schwerkranken Patient*innen nicht gut toleriert. Daher Pitch-Faktoren oder eine vordefinierte feste Zeit an jeder Insbesondere bei Hypofraktionierungen oder SBRT-Behand- alternativ zur Operation. [2–4]. Die körperstereotaktische spielt die 4D-Bildgebung ohne Atemanhalten eine Schlüssel- Tischposition ohne Berücksichtigung einer unregelmäßigen lungen werden Artefakte kritisch. Sentker et al. [7] Strahlentherapie (SBRT) oder stereotaktische ablative rolle in der modernen RT-Bestrahlungsplanung für bewegte Atmung. Die Folge sind fehlende Projektionsdaten oder analysierten beispielsweise bei 62 Patient*innen mit Strahlentherapie (SABR) ist eine hochpräzise Behandlungs- Tumore. eine falsche Zuordnung von Projektionsdaten an benach- insgesamt 102 Metastasen in der Lunge und Leber, methode, z. B. bei Lungen- und Lebertumoren. barten Tischpositionen. Fehlende Projektionsdaten können inwiefern die 4D-CT-Bildqualität mit dem klinischen zu Interpolationsartefakten (INT) führen, die oft über Ergebnis der SBRT-Planung korrelierte. Sie zeigten, dass mehrere Schichten hinweg auftreten. Eine falsche Zuord- sich 4D-CT-Artefakte negativ auf das klinische Ergebnis nung von Projektionsdaten, z. B. bei einer Änderung der einer SBRT von Lungen- und Lebermetastasen auswirken, Atemfrequenz und -amplitude, kann zu Stacking-Artefak- was die Notwendigkeit unterstreicht, 4D-CT-Artefakte zu Eclipse Doses 27.09.2021 (Respiratory Motion 3.00 Sm40 $3 0% Chest phase mDose cale) 45,0 ten oder Doppelstruktur(DS)-Artefakten führen (Figure 2). adressieren und die Qualität zu verbessern. Diese Studien 40.0 30,0 E0.0 stützen die Hypothese, dass eine hochwertige, artefaktre- 20.0 40.0 Während das amplitudenbasierte Binning unregelmäßige Atemfrequenzen bis zu einem gewissen Grad berücksichti- duzierte 4D-CT-Bildgebung die Planungsqualität verbessern 15,0 30.0 10.0 20.0 und letztlich das klinische Ergebnis beeinflussen kann, 5,0 100 gen kann, entspricht die Rekonstruktion mit phasenbasier- 100% - 50.0 0y tem Binning bei der konventionellen 4D-CT nicht hinrei- insbesondere bei SBRT-Behandlungen. Mix's 67.0 Gy Unregelmäßige Atemfrequenz Unregelmäßige Amplitude Figure 1: Eine hohe Bildqualität ist entscheidend, um den Tumor gezielt zu behandeln und die Toxizität zu begrenzen, insbesondere bei SBRT- Behandlungen. Mit freundlicher Genehmigung von Central Alabama Radiation Oncology, Montgomery, USA Figure 2: Beispiel für Artefakte in 4D-CT-Bildern. Links: Koronale Ansicht eines Interpolationsartefakts bei einer unregelmäßigen Atemfrequenz. Rechts: Stacking-Artefakt in sagittaler Ansicht mit Atemkurve, die Schwankungen in der Atemamplitude zeigt. 1 https://www.cancer.org/cancer/lung-cancer/treating-non-small-cell/radiation-therapy.html Mit freundlicher Genehmigung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), Deutschland 4 5 White Paper · Intelligente 4D-CT-Bildgebung Intelligente 4D-CT-Bildgebung · White Paper Intelligente 4D-CT-Bildgebung mit Direct i4D1 Siemens Healthineers hat im Rahmen einer klinischen Schritt 2: Intelligentes Scannen mit Direct i4D unter Schritt 3: Intelligente Rekonstruktion mit Direct i4D1 Kooperation ein intelligentes 4D-CT-Scanverfahren namens Nutzung von Online-Atemsignalinformationen Direct i4D entwickelt, um dem Problem der durch unregel- Retrospektiv wird das 4D-Bild mit einem hohen Freiheitsgrad Beim amplitudenbasierten Binning verschiebt Direct i4D die mäßige Atemmuster verursachten 4D-CT-Bildartefakte zu Direct i4D erfasst die Daten sequenziell - eine Tischposition rekonstruiert, z. B. durch die Wahl zwischen phasenbasier- Bins entsprechend dem durchschnittlichen Atemzyklus und begegnen. Ziel war es, ein robustes Verfahren zu entwi- nach der anderen - und passt die Scandauer an jeder Tischposi- tem und amplitudenbasiertem Binning in 5er-Schritten (von kann unregelmäßige Amplituden wie in Figure 4b verarbei- ckeln, das sich in Echtzeit an die Atmung der Patient*innen tion in Echtzeit an die Atmung der Patient*innen an. Ein 5 bis 20). Direct i4D wählt die optimalen Daten für die ten. Die amplitudenbasierte Rekonstruktion wird bevorzugt, anpasst und gleichzeitig die Gesamtscanzeit innerhalb Online-Gating-System (entweder Anzai oder RGSC) liefert Rekonstruktion aus und kann Datensätze mit Unregelmäßig- um Artefakte zu minimieren. Im Falle eines ungewöhnlich akzeptabler Grenzen hält. Atemsignalinformationen in Echtzeit. Die Röntgenstrahlung keiten verarbeiten. Beim phasenbasierten Binning legt Direct langen Atemzyklus kann es sein, dass die maximale Scan- Das Konzept und die erste Leistungsevaluierung wurden von wird unter Berücksichtigung des Echtzeit-Atemsignals und der i4D die Rekonstruktionsbins intelligent so fest, dass sie der dauer² für eine Tischposition erreicht wird, ohne dass eine Werner et al. vorgestellt [8], [9]. Die Implementierung Informationen aus dem Referenzzyklus kurz vor der endinspira- Atemphase im Vergleich zum durchschnittlichen Atemzyklus vollständige Inspiration erfasst wird. Direct i4D schätzt dann umfasste eine Echtzeit-Signalverarbeitung zur Bewertung torischen Phase des Patienten bzw. der Patientin eingeschaltet. möglichst entsprechen (Figure 4a). Das phasenbasierte die fehlenden Bins der Inspiration anhand von Bins der der Projektionsdatenerfassung während des Scans, um Projektionsdaten und Atemsignaldaten werden kontinuierlich Binning wird bevorzugt, wenn zeitbezogene Informationen Exspiration bei gleicher Phase oder Amplitude und an Bildgebungsartefakte sowie auch die Beam-on-Zeit zu an der entsprechenden Tischposition erfasst und im Hinblick erhalten bleiben müssen, z. B. Mid-Ventilation-Informatio- derselben Tischposition (Abbildung 4c). Dadurch können verringern. Durch die Möglichkeit der phasen- und amplitu- auf die Projektionsdatenerfassung analysiert. Die Röntgenstrah- nen. potenziell Bildartefakte aufgrund der ansonsten fehlenden denbasierten Nachverarbeitung wurde die Flexibilität für lung wird abgeschaltet, sobald die vordefinierten Bedingungen Daten vermieden werden. den*die Anwender*in noch weiter erhöht. für die Projektionsdatenerfassung erfüllt sind, d. h. unmittelbar nach Aufnahme des vollständigen Atemzyklus am Ende der Direct i4D ist ein sequenzieller 4D-CT-Scanmodus, der dem Inspiration. Diese intelligente Erfassung ermöglicht die a b Prinzip des retrospektiven Gatings und der Entkopplung von Aufnahme eines vollständigen Atemzyklus, auch wenn dieser Phasenbasiertes Binning Amplitudenbasiertes Binning 0 % 50 % 100 % Projektionsdaten und Atemphasendefinition folgt, im Zyklus unterschiedlich lang ist. Nach der erfolgreichen Gegensatz zu einer prospektiven Gating-Technik bei vorab Erfassung an einer Tischposition wird der Tisch zur nächsten Atemzyklus definierten Atemphasen. Das Direct i4D-Verfahren besteht Position bewegt und die beschriebenen Schritte werden aus folgenden drei Schritten. wiederholt, bis der gewünschte Scanbereich abgedeckt ist. Mit einem Scanbereich von bis zu 160 cm können problemlos Schritt 1: Automatische und intelligente Auswahl der Lungen-, Leber- und Ösophagus-Fälle abgedeckt werden. Amplitude Amplitude Parameter vor dem Scan (FAST 4D) Dieser adaptive Scan berücksichtigt sowohl eine unregelmäßi- Zeit Zeit ge Atemfrequenz als auch eine unregelmäßige Atemamplitude. Nach dem Topogramm erfolgt direkt an der CT-Konsole eine Die Online-Atemsignalanalyse passt die Scanzeit und die Figure 4: Darstellung der intelligenten Rekonstruktion mit phasenbasiertem Binning (a) und mit amplitudenbasiertem Binning (b). Beide automatische Atemkurvenanalyse, die als FAST 4D bezeich- Beam-on-Zeit an; z. B. wird der Scan fortgesetzt, wenn noch Rekonstruktionen werden unterstützt. (a) Der blaue Bin zeigt die 75 %ige Inhalationsphase bei phasenbasiertem Binning bei unregelmäßiger net wird. Dabei wird vor Beginn des Scans die Atemkurve nicht genügend Projektionsdaten erfasst wurden, oder es wird Atemfrequenz mit Direct i4D. (b) Die Abbildung zeigt, wie sich die Rekonstruktionsbins verschieben, um der Amplitude des durchschnittlichen überwacht und innerhalb von nur 20 Sekunden werden gewartet, bis ein ausreichend guter Atmungszyklus beginnt Atemzyklus zu entsprechen. (c) Darstellung eines ungewöhnlich langen Atemzyklus, bei dem die maximale Scanzeit vor der Inhalation erreicht wurde. Fehlende Inhalationsbins (gestrichelte petrolfarbene Streifen) werden durch Bins der Exhalationsphase bei gleicher Phase automatisch die am besten geeigneten Scanparameter (Figure 3). Diese Analyse kann von dem*der Anwender*in so oder Amplitude (durchgezogene petrolfarbene Streifen) geschätzt. Wird sowohl für phasenbasiertes als auch für amplitudenbasiertes Binning ausgewählt. Dieser Schritt dient auch dazu, einen Referenz- parametrisiert werden, dass entweder die Vollständigkeit der unterstützt. zyklus für den Online-Vergleich zu speichern. Das Atemsig- Daten (Bildqualität), eine kürzere Beam-on-Zeit (Strahlendosis) nal wird in Form einer Phasenraumdarstellung für die oder eine ausgewogene Einstellung (Kompromiss zwischen spätere Echtzeitanalyse während des Scan gespeichert. Qualität und Dosis) im Vordergrund steht. c Sonderfall: Bin-Schätzung bei ungewöhnlich langen Zyklen FAST 4D wählt die Direct i4D passt die Scandauer in Echtzeit a Max. Scanzeit Scanparameter basierend auf b Direct i4D wählt optimale an die Atmung der Patient*innen an c Daten für die 4D-CT- der Atmung vor dem Scan aus Rekonstruktion aus McELKy 1 2 Amplitude Zeit Figure 3: Darstellung der Online-Anpassung an die Atmung der Patient*innen. Die orangefarbenen Streifen in der Atemkurve kennzeichnen Bestrahlungsereignisse. Nach zwei regelmäßigen Atemzyklen änderte sich die Atemamplitude. Direct i4D kann hierauf sofort reagieren, indem es wartet, bis eine ausreichend hohe Atemamplitude zurückkehrt (1). Die nachfolgende Aufnahme (2) zeigt, was passiert, wenn sich die 1 Atemamplitude oder -frequenz während eines Bestrahlungsereignisses ändert. Der Scanvorgang wird verlängert, um sicherzustellen, dass die Optional. Erfordert Varian RGSC oder Anzai als Online-Gating-Gerät. Verfügbar für SOMATOM go.Open Pro, SOMATOM X.ceed und SOMATOM X.cite. erforderlichen Projektionsdaten erfasst werden. ² Aufgrund von Dosisbeschränkungen wird die Bildakquisition an einer Tischposition des Sequenzscans nach Erreichen einer maximalen Zeit unterbrochen und nicht wiederholt. 1 Optional. Erfordert Varian RGSC oder Anzai als Online-Gating-Gerät. Verfügbar für SOMATOM go.Open Pro, SOMATOM X.ceed und SOMATOM X.cite. Der Scan wird dann an der nächsten z-Position fortgesetzt. 6 7 White Paper · Intelligente 4D-CT-Bildgebung Intelligente 4D-CT-Bildgebung · White Paper Vergleich mit konventionellen 4D-CT- Geschätzte Scanzeit bei Direct i4D1 Verfahren Die Direct i4D-Scanzeiten sind abhängig von den Pati- Zusatzzeit zur Berücksichtigung von Atemunregelmäßigkei- Abbildung 5 zeigt Direct i4D1 im Vergleich zu konventionel- ent*innen, ihrer Atemfrequenz und ihren Unregelmäßig- ten – kann geschätzt werden, indem man die Anzahl der len 4D-CT-Verfahren und hebt die adaptive Akquisition keiten, was zu Unterbrechungen der Beam-on-Zeit und Tischpositionen mit der Zeit für einen Atemzyklus multipli- hervor. Diese zeigt sich durch: längeren Aufnahmen an bestimmten Tischpositionen zur ziert und die Tischbewegung und die Wartezeit dazwischen 1. Variable Beam-on-Zeit für jede Tischposition in Abhän- Erfassung der optimalen Daten führt. Um eine grobe addiert. gigkeit von der Atemfrequenz, Schätzung der Scanzeit zu erhalten, betrachten wir ein 2. Beam-off-Zeiten für Fälle, in denen keine akzeptablen Beispiel mit einem Patienten mit einer regelmäßigen Beispiel für eine Schätzung der Scanzeit: Daten für eine artefaktfreie Rekonstruktion vorliegen, Atemfrequenz von 12 Atemzügen pro Minute (BPM) und einem gewünschten Scanbereich von 38 cm. Die Atemfre- N × (Zeit für einen vollständigen Atemzyklus) + und quenz beträgt 5 Sekunden pro Atemzyklus von Inhalation (N− 1) × (Tischbewegung + Wartezeit) = 10 × (5 s) 3. Optimales Binning für die Rekonstruktion, hier am zu Inhalation. SOMATOM go.Open Pro zeichnet sich durch + 9 × (1 s + 4 s) = 95 s Beispiel des amplitudenbasierten Binnings. eine Detektorgröße von 64 Linien mal 0,6 cm aus. Der 38-cm-Scanbereich kann in 9,9 Durchläufen aufgenommen Bei Patient*innen mit starken Atemunregelmäßigkeiten werden, was wir hier auf zehn volle Durchläufe hochrech- führt Direct i4D zwangsläufig zu einer längeren Scan- und Direct i4D nen wollen. Die Scanzeit – ohne die patientenspezifische Beam-on-Zeit, um die Unregelmäßigkeiten zu berücksichti- gen. Beispiel amplitudenbasiertes Binning Atemphase t1: Scan eines einzigen Atemzyklus, Schichten 0 % 100 % decken einen Bereich von 3,84 cm ab (z. B. 5 s für 12 BPM) t2: Tischbewegung zur nächsten Position (~ 1 s) 50 % Konventionelle 4D-CT t3: Wartezeit bis zum nächsten Atemzyklus Beispiel phasenbasiertes Binning * X (z. B. 4 s, abhängig von der Atmung) t1 t2 t3 Figure 6: Darstellung der geschätzten Scanzeit bei regelmäßiger Atmung von 12 BPM. Spiral-4D-CT Feste Wartezeit Feste Scanzeit Cine-4D-CT Figure 5: Vergleich von konventioneller Spiral-4D-CT und konventioneller Step-and-Shoot-4D-CT mit Direct i4D in Bezug auf Akquisition und Nachverarbeitung. Bei der konventionellen Cine-4D-CT ist die Scandauer an jeder Position fest vorgegeben (z. B. 5 s = 12 BPM). Sinkt die Atemfrequenz während des Scans auf z. B. 8 BPM (= 7,5 s Zykluslänge), entstehen Artefakte durch die Aufnahme eines unvollständigen Atemzyklus. Mit der konventionellen Spiraltechnik dagegen werden kontinuierlich Daten aufgenommen. In Bezug auf die Nachverarbeitung zeigt der konventionelle 4D-CT-Scan ein phasenbasiertes Binning, während sich das amplitudenbasierte Binning von Direct i4D in diesem Beispiel an die Änderung in der Amplitude anpassen kann. 1 Optional. Erfordert Varian RGSC oder Anzai als Online-Gating-Gerät. Verfügbar für SOMATOM go.Open Pro, SOMATOM X.ceed und SOMATOM X.cite. 1 Optional. Erfordert Varian RGSC oder Anzai als Online-Gating-Gerät. Verfügbar für SOMATOM go.Open Pro, SOMATOM X.ceed und SOMATOM X.cite. 8 9 White Paper · Intelligente 4D-CT-Bildgebung Intelligente 4D-CT-Bildgebung · White Paper Technische und klinische Evaluierung Technische Evaluierung: Erste Implementierung Technische Evaluierung: Umfassende zusammensetzten. Die Bildqualität wurde von eins (schlech- Quantitative Artefaktanalyse Werner et al. [8] stellten das Konzept Direct i4D1 vor, das Phantomvalidierungsstudie und Vergleich mit te Bildqualität, Wiederholungsscan erforderlich) bis fünf (artefaktfreies Bild) bewertet. Die Bewertung der klinischen Für eine weitere unabhängige und quantitative Bewertung auf der ASTRO-Jahrestagung 2018 als „Best of Physics“ konventioneller Spiral-4D-CT wurden das Vorhandensein und die Stärke von Artefakten bewertet wurde. Es wurde eine Proof-of-Concept-Evaluie- Expert*innen ergab eine signifikante Verbesserung mit rung mit Schwerpunkt auf den Vorteilen von Direct i4D im Werner et al. [10] führten kürzlich eine eingehende Direct i4D1 gegenüber konventioneller 4D-CT (p-Werte automatisch ausgewertet. Die quantitative Analyse ergab, dass sich die Anzahl der artefaktbehafteten Schnittbilder Vergleich zur konventionellen Cine-4D-CT und konventio- Evaluierungs- und Phantomvalidierungsstudie auf dem < 0,001). Bei Direct i4D wurden insgesamt 74 % (amplitu- SOMATOM go.Open Pro in Verbindung mit der RGSC-Ga- deutlich reduzierte, und zwar von 20 % bei der konventio- nellen Spiral-4D-CT anhand einer Simulation und Imple- denbasierte (AB) Rekonstruktion) bzw. 53 % (phasenbasierte mentierung eines Prototyps vorgestellt. ting-Kamera von Varian durch. Verwendet wurden das Direct (PB) Rekonstruktion) mit 4 oder 5 (gut, artefaktfrei) bewer- nellen 4D-CT auf 4 % bei Direct i4D (p < 0,001). (Figure 7). i4D-Scanprotokoll und die schnelle Gantry-Rotationszeit von tet. Bei der konventionellen Spiral-4D-CT dagegen lag die Für die Konzeptevaluierung wurden die Atmungsdaten von 0,35 s. Es wurde ein Vergleich zwischen konventioneller Bewertung bei 13 % (AB) bzw. 5 % (PB). Ein Score von 1 Evaluierung bezüglich Beam-on-Zeit 189 Patient*innen analysiert und für eine Simulation und Spiral-4D-CT und Direct i4D am selben Scanner unter realen wurde für Fälle vergeben, in denen aufgrund des Verlusts Des Weiteren wurden die Beam-on-Zeit (Bestrahlungszeit) den Vergleich von Direct i4D, konventioneller Cine-4D-CT Bedingungen durchgeführt, wobei ein Bewegungsphantom wichtiger 4D-Bilddaten für die klinische Entscheidungsfin- und die Scanzeit der konventionellen Spiral-4D-CT und und konventioneller Spiral-4D-CT verwendet. Die Imple- von CIRS einschließlich eines speziellen 3D-gedruckten dung Wiederholungsscans erforderlich waren. In dieser Direct i4D verglichen. Bei den durchgeführten Messungen mentierung des Direct i4D-Prototyps zeigte eine signifikan- Einsatzes verwendet wurde. Das Bewegungsphantom wurde Studie lag die Notwendigkeit eines Wiederholungsscans bei wurde kein signifikanter Unterschied in der Beam-on-Zeit te Projektionsdatenerfassung, die im Vergleich zu Spi- mit 28 realen Atemkurven von Lungen- und Leberpati- der konventionellen Spiral-4D-CT bei 37 % (PB) bzw. 31 % festgestellt. Konkret zeigte sich im Vergleich zu Direct i4D ralscans (Cine-4D-CT) zu einer Verringerung der ent*innen programmiert, um typische Atemmuster von (AB), bei Direct i4D jedoch nur bei 4 % (PB) bzw. 1 % (AB). bei der Spiral-4D-CT ein Maximum der mittleren Beam-on- Erfassungsfehler um 89 % führte (zwischen 76 % und Patient*innen abzudecken. Die Expert*innenbewertungen waren in beiden Untergrup- Zeit von +34 % und -39 % für einzelne Scans. Insgesamt war 82 %). Darüber hinaus wurden bei 70 der 189 Patient*in- Um einen direkten Vergleich zu ermöglichen, wurden pen gleich, wobei die Ärztinnen/Ärzte für Direct i4D etwas die mittlere Beam-on-Zeit bei Direct i4D 3 % kürzer als bei nen Atemzyklen beobachtet, die um mehr als zwei entsprechende Messungen mit Direct i4D und konventionel- häufiger einen Score von 1 und 2 vergaben (Ärztinnen/ der konventionellen Spiral-4D-CT. Die Unterschiede waren Sekunden von ihrem mittleren Atemzyklus abwichen, was Ärzte: Score 1/2 AB: 9 %, PB: 14 %; Medizinphysiker*innen: nicht signifikant. die Bedeutung einer adaptiven Methode für 4D-CT-Scans ler Spiral-4D-CT mit ähnlichen Bildgebungsparametern, einem Pitch-Faktor von 0,07 für die konventionelle 4D-CT Score 1/2 AB: 1 % und PB: 9 %). im Gegensatz zu festen Beam-on-Zeiten pro Tischposition Für Direct i4D wurde eine Verlängerung der Scanzeit um bei der konventionellen 4D-CT unterstreicht. Anschließend und der schnellen Gantry-Rotationszeit von 0,35 s durchge- Insgesamt erzielte Direct i4D im Vergleich zur konventionel- durchschnittlich 53 % gemessen. Diese Zeitverlängerung steht demonstrierten Werner et al. [9] die Machbarkeit von führt. Die Bilder wurden mit zehn Phasen und einer isotro- len 4D-CT durchweg bessere Bewertungen. Außerdem jedoch in direktem Zusammenhang mit der zusätzlichen online atemgesteuerten 4D-CT-Scans mit Direct i4D pen In-Plane-Auflösung von 0,64 mm und einer Schichtdicke wurde die Qualität der amplitudenbasierten Rekonstruktion Beam-off-Zeit zwischen den Tischpositionen und insbesondere anhand einer ersten Prototyp-Implementierung und von 1,5 mm rekonstruiert. insgesamt höher bewertet als die der phasenbasierten mit der Anpassung an Atemunregelmäßigkeiten, wodurch Phantomstudie, die die in der Konzept- und Leistungseva- Rekonstruktion. Figure 8 zeigt die Ergebnisse der Untergrup- Wiederholungsscans vermieden werden können. luierung vorgestellte Reduzierung von aufgrund unregel- Qualitative verblindete klinische Expert*innenbewer- pe der Ärztinnen/Ärzte. mäßiger Atmung verursachten Artefakten bestätigte tung durch Skitzak et al.2 (Figure 7). Die Bilder wurden anhand einer verblindeten Bewertung Verblindete klinische Expert*innenbewertung Artefaktbehaftete Schnittbilder durch klinische Expert*innen beurteilt, die sich aus zwei Untergruppen mit Medizinphysiker*innen sowie Ärzt*innen (AB) Direct 30 % i4D (PB) 20 % 20 % Direct i4D (AB) Konv. 10 % Konventionelle 4D-CT 4D (PB) 4 % 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100 % 0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % (AB) (PB) (AB) (PB) Sehr starke Artefakte Keine Artefakte Wiederholungsscan erforderlich 1 2 3 4 5 Artefaktfrei Wiederholungsscan erforderlich 1 2 3 4 5 Artefaktfrei Direct i4D Konv. 4D-CT Figure 7: Erste Evaluierung und Vergleich der konventionellen 4D-CT mit Direct i4D, evaluiert von Werner, R et al. Phasenbasiertes Binning (PB), amplitudenbasiertes Binning (AB) Intelligent 4DCT Sequence Scanning (i4DCT). Best of Physics, ASTRO 2018, Med. Phys. 46 (8) June 2019. Mit freundlicher Genehmigung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), Deutschland Figure 8: Vergleich von Direct i4D mit konventioneller 4D-CT-Phantomevaluierung, wie von Werner et al.[10] evaluiert. Links: Verblindete klinische Expert*innenbewertung der Ärztinnen/Ärzte-Untergruppe, die die höhere Bewertung von Direct i4D zeigt. Rechts: Die automatische 1 Optional. Erfordert Varian RGSC oder Anzai als Online-Gating-Gerät. Verfügbar für SOMATOM go.Open Pro, SOMATOM X.ceed und SOMATOM X.cite. 2 Die hier wiedergegebenen Aussagen von Siemens Healthineers-Kund*innen basieren auf Ergebnissen, die in der spezifischen Umgebung der Kund*innen Analyse von mit Doppelstruktur- und Interpolationsartefakten behafteten Schnittbilder ergab einen großen Unterschied von 20 % bei der erzielt wurden. Da es kein „typisches“ Krankenhaus oder Labor gibt und die Ergebnisse von vielen Variablen abhängen (z. B. Größe des Krankenhauses, konventionellen 4D-CT im Vergleich zu nur 4 % bei Direct i4D. Zusammensetzung der Stichproben, Case Mix, Grad der IT-Integration und/oder Automatisierung), kann nicht garantiert werden, dass andere Kund*innen die gleichen Ergebnisse erzielen. 1 Optional. Erfordert Varian RGSC oder Anzai als Online-Gating-Gerät. Verfügbar für SOMATOM go.Open Pro, SOMATOM X.ceed und SOMATOM X.cite. 10 11 White Paper · Intelligente 4D-CT-Bildgebung Intelligente 4D-CT-Bildgebung · White Paper Klinische Evaluierung Bildqualität Expert*innenbewertung Beam-on-Zeit Ein direkter klinischer Vergleich von Direct i4D1 mit Starke Artefakte, die normalerweise durch Atemschwan- In Figure 10 ist die Expert*innenbewertungsstudie von Beim Vergleich der Gesamtkohorte mit der schwierigen konventionellen 4D-CT-Verfahren ist schwierig. Aufgrund kungen verursacht werden, wurden bei Direct i4D nicht Szkitsak et al. [11] dargestellt. Kein Bild erhielt einen Untergruppe wurde kein signifikanter Unterschied in der des ALARA-Prinzips gestattet die Strahlenschutzrichtlinie, beobachtet. Aufgrund seines Designs konnte es Ausreißer Score von 1, der einen Wiederholungsscan erforderlich Beam-on-Zeit festgestellt (p). Insgesamt betrug der nach der die Dosen so niedrig wie sinnvollerweise möglich in der Atemkurve erkennen, wie z. B. Schwankungen der macht. Bei der amplitudenbasierten Rekonstruktion durchschnittliche Wert pro Tischposition 4,9 ± 1,6 s gehalten werden sollten, kein unnötiges zweimaliges Amplitude, der Frequenz oder beides, wie in Figure 8 waren 78 % der Bilder artefaktfrei (Score 4 und 5), bei (Median 4,5 s). Bei großen Schwankungen in den Scannen derselben Patient*innen. Gleichzeitig wäre es gezeigt. Selbst in Fällen, in denen eine Kombination aus der phasenbasierten Rekonstruktion waren 63 % der Atemkurven erhöhte sich die Zeit auf 5,1 ± 1,7 s (Median schwierig, selbst bei derselben Patientin bzw. demselben Atemfrequenz- und -amplitudenschwankungen auftrat, Bilder artefaktfrei, trotz starker Atemunregelmäßigkeiten. 4,6 s). Bei den übrigen Patient*innen waren die Unter- Patienten genau denselben Grad der Atemunregelmäßig- wurden keine unvollständigen Daten oder Artefakte Starke Artefakte, die zu einem niedrigen Score von 2 schiede nicht signifikant (p = 0,64). keit zu reproduzieren. festgestellt. Insgesamt betrug die mittlere Projektionsdate- führten, wurden in 2 % (AB) bzw. 9 % (PB) der Studie Szkitsak et al. [11] präsentierten daher die erste klinische nerfassung 92 % ± 8 % (Median 93 %) für die Inhalation beobachtet. Ärztinnen/Ärzte gaben im Durchschnitt eine Evaluierung von Direct i4D, bei der nur die Direct und 93 % ± 7 % (Median 94 %) für die Exhalation. Bei den schlechtere Bewertung ab als Physiker*innen (Ø AB 4,3 i4D-Bildqualität in einer Kohorte von 129 Patient*innen schwierigen Fällen blieb die Projektionsdatenerfassung vs. 4,0; PB 4,0 vs. 3,7; p < 0,001). Im Einklang mit mit Thoraxtumoren bewertet wurde. Eine Untergruppe von hoch, zeigte aber einen leichten Rückgang (p = 0,02) auf früheren Studien zeigte sich bei AB im Vergleich zu PB 30 schwierigen Patient*innen wurde auf der Grundlage 89 % ± 9 % für die Inhalation (Median 90 %) und 90 % ± eine deutlich höhere Bildqualität (Ø AB: 4,1; PB: 3,8; einer Expert*innenanalyse der Atemkurven durch zwei auf 7 % (Median 93 %) für die Exhalation. p < 0,001). 4D-CT-Artefakte spezialisierte Physiker*innen ermittelt. Diese Untergruppe wies Unregelmäßigkeiten auf, z. B. in Kohorte mit schwieriger Untergruppe Klinische Expert*innenbewertung von Direct i4D Form von Atempausen, Schwankungen der Atemfrequenz oder -amplitude sowie Baseline Drifts. Dr., (PB) MAMANMANN Phys., (PB) Dr., (AB) a Schwankungen der Amplitude Phys., (AB) Regelmäßige Atmung 0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % Wiederholungsscan erforderlich 1 2 3 4 5 Artefaktfrei LUUM Unregelmäßige Atmung Phasenbasiertes Binning (PB), amplitudenbasiertes b Schwankungen Binning (AB) 78 % (AB) vs. 63 % (PB) waren artefaktfrei. der Frequenz Ärztin/Arzt (Dr.), Physiker*in (Phys.) Figure 10: Ergebnis der klinischen Expert*innenbewertung einer Kohorte mit 129 Patient*innen einschließlich einer Untergruppe von 30 schwierigen Patient*innen. Die Atemkurven von zwei Direct i4D1-Fällen sind am Beispiel eines Falles mit regelmäßiger Atmung und eines schwierigen Falles mit unregelmäßiger Atmung ersichtlich. Rechts ist die Bewertung der Direct i4D-Bildqualität durch Physiker*innen (Phys.) und Ärztinnen/Ärzte (abgekürzt als Dr.) zu sehen (übernommen aus der Studie von Szkitsak et al. [11]). Man beachte, dass kein Bild einen Score von 1 erhielt, der einen Wiederholungsscan erforderlich macht. Insgesamt waren 78 % der mit amplitudenbasiertem Binning c Kombination rekonstruierten Bilder frei von Artefakten. Bilder mit freundlicher Genehmigung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), aus a) und b) Deutschland Figure 9: Atemunregelmäßigkeiten wie bei Szkitsak et al. [11] gezeigt. Darstellung von Direct i4D (beam-on) mit Anpassung an jede der Schwankungen der Atemfrequenz und -amplitude. 1 Optional. Erfordert Varian RGSC oder Anzai als Online-Gating-Gerät. Verfügbar für SOMATOM go.Open Pro, SOMATOM X.ceed und SOMATOM X.cite. 1 Optional. Erfordert Varian RGSC oder Anzai als Online-Gating-Gerät. Verfügbar für SOMATOM go.Open Pro, SOMATOM X.ceed und SOMATOM X.cite. 12 13 White Paper · Intelligente 4D-CT-Bildgebung Intelligente 4D-CT-Bildgebung · White Paper Klinische Fälle und Kund*innenfeedback Fall 1: Zwei flache Atemzyklen bei der Akquisition übersprungen Fall 2: Intelligente Einstellung von Rekonstruktionsbins Direct i4D1 analysierte das Atemmuster und wartete während zweier flacher Atemzyklen darauf, eine neue z-Position Die intelligente Einstellung von Rekonstruktionsbins (amplitudenbasiertes Binning) führte zu einer artefaktfreien aufzunehmen. 4D-CT-Bildgebung. NICHT Figure 11: 120-kV-Bild, Scanlänge 260 mm, Schichtdicke 1,5 mm, Rekonstruktionskern Qr40 SAFIRE3. Zwei flache Atemzyklen wurden von Figure 12: 120-kV-Bild, Scanlänge 492 mm, Schichtdicke 2 mm, Rotationszeit 0,35 s, Scanzeit 66 s, CTDIvol: 23,98 mGy, DLP 1158 mGy*cm. Direct i4D übersprungen. Mit freundlicher Genehmigung der Strahlenklinik, Universitätsklinikum Erlangen, Deutschland Mit freundlicher Genehmigung des University Medical Center Groningen, Niederlande „Wir führen die Planung bei fast 100 % unserer Lungenkrebspatient*in- „Die Funktion Direct i4D1 stellt eine „Direct i4D vereinfacht die Arbeitsabläufe nen mit Direct i4D durch. Es liefert hervorragende Bilder, die kaum Arte- grundlegende Änderung beim SOMATOM bei einem 4D-CT und liefert hervorragende fakte aufweisen. Es liefert auch ausgezeichnete Bilder aus dem Abdo- go.Open Pro dar. Wir haben viel weniger Ergebnisse, selbst bei Patient*innen minalbereich, um die Bewegung von Leberläsionen oder Nebennieren zu Bewegungsartefakte, und die Qualität mit einer unregelmäßigen Atmung. beurteilen. Wir haben festgestellt, dass es unseren Arbeitsablauf enorm der 4D-CT-Sequenz, die dann in die Daher unterstützt es die Erstellung des erleichtert“, Bestrahlungsplanung einfließt, wird bestmöglichen, individualisierten RT- verbessert“, Dosisplans“, sagt Jordi Saez, Ph.D., Hospital Clínic de Barcelona, Spanien. sagt Prof. Dr. Christoph Bert, Leiter der Medizinischen Physik der sagt Peter Albeck Qvistgaard, Head of Radiography Department, Strahlenklinik, Universitätsklinikum Erlangen, Deutschland. Aarhus University Hospital, Aarhus, Dänemark 1 Optional. Erfordert Varian RGSC oder Anzai als Online-Gating-Gerät. Verfügbar für SOMATOM go.Open Pro, SOMATOM X.ceed und SOMATOM X.cite. 1 Optional. Erfordert Varian RGSC oder Anzai als Online-Gating-Gerät. Verfügbar für SOMATOM go.Open Pro, SOMATOM X.ceed und SOMATOM X.cite. 14 15 White Paper · Intelligente 4D-CT-Bildgebung Intelligente 4D-CT-Bildgebung · White Paper Fazit: Literatur 75 % der RT-Patient*innen atmen unregelmäßig, was bei konventionellen [1] Keall PJ, et al. The management of respiratory [7] Sentker T, et al. 4D CT image artifacts affect local 4D-CT-Scans zu Artefakten führen kann.[5] motion in radiation oncology report of AAPM Task control in SBRT of lung and liver metastases. Group 76. 2006; 33(10); 2006. Radiother. Oncol. 2020 Jul; 148: 229–234, Direct i4D1 ist ein neuer 4D-CT-Scanmodus zur Unterstützung der Strah- [2] Chang JY, et al. Stereotactic ablative radiotherapy doi: 10.1016/j.radonc.2020.04.006. lentherapieplanung. Er bietet eine intelligente Erfassung, die sich in versus lobectomy for operable stage I non-small-cell [8] Werner R, Sentker T, Madesta F, Gauer T and Echtzeit an individuelle Atemmuster anpasst, und verfügt über eine lung cancer: a pooled analysis of two randomised Hofmann C.: Intelligent 4D CT sequence scanning intelligente Rekonstruktion, die Artefakte erheblich reduzieren kann. trials. Lancet Oncol. 2015; 16(6): 630–637, (i4DCT): Concept and performance evaluation. Die Implementierung zielt auf einen akzeptablen Kompromiss zwischen doi: 10.1016/S1470-2045(15)70168-3. Med. Phys. 2019; 46 (8): 3462–3474, Scanzeit und Bildqualität ab und erfordert ein externes Hilfsmittel für [3] Ricco A, et al. Lung metastases treated with doi: 10.1002/mp.13632. Online-Ateminformationen. Völlig artefaktfreie Bilder sind nicht bei allen stereotactic body radiotherapy: the RSSearch® [9] Werner R, et al. Intelligent 4D CT sequence scanning patient Registry’s experience. 2017: 4–11; (i4DCT): First scanner prototype implementation Patient*innen möglich, z. B. nicht bei stark unregelmäßiger Atmung. doi: 10.1186/s13014-017-0773-4. and phantom measurements of automated Direct i4D vereinfacht durch Intelligenz und Automatisierung die Aufnah- [4] Nguyen KNB, Hause DJ, Novak J, Monjazeb AM and breathing signal-guided 4D CT. Med. Phys. 2020; 47(6): 2408–2412, me hochwertiger 4D-CT-Bilder, die eine entscheidende Komponente für Daly ME. Tumor Control and Toxicity after SBRT for doi: 10.1002/mp.14106. die genaue Abgrenzung von Tumoren und Risikoorganen (OARs) sowie Ultracentral, Central, and Paramediastinal Lung Tumors. Pract. Radiat. Oncol. 2019; 9(2): e196– [10] Werner R, et al. Comparison of intelligent 4D CT für Behandlungen einschließlich Bewegungsmanagement darstellen. e202, 2019, sequence scanning and conventional spiral 4D CT: a doi: https://doi.org/10.1016/j.prro.2018.11.005. first comprehensive phantom study. Phys. Med. Biol. [5] Wulfhekel E, Grohmann C, Gauer T and Werner R.: 2021; 66(1): 1500, Compilation of a database for illustration and doi: 10.1088/1361-6560/abc93a. automated detection of 4DCT motion artifacts. [11] Szkitsak J, et al. First clinical evaluation of breathing Radiother. Oncol. 2014 Jan; 111: S266, controlled four-dimensional computed tomography doi: 10.1016/S0167-8140(15)31861-2. imaging. Phys. Imaging Radiat. [6] Antony R, et al. Independent review of 4DCT scans Oncol. 2021; 20: 56–61, used for SABR treatment planning, doi: https://doi.org/10.1016/j.phro.2021.09.005. doi: 10.1002/acm2.12825. 1 Optional. Erfordert Varian RGSC oder Anzai als Online-Gating-Gerät. Verfügbar für SOMATOM go.Open Pro, SOMATOM X.ceed und SOMATOM X.cite. 16 17 Bei Siemens Healthineers leisten wir Pionierarbeit im Aufgrund lokaler Einschränkungen von Vertriebsrechten Gesundheitswesen. Für alle. Überall. Indem wir kontinu- und Serviceverfügbarkeiten können wir nicht gewährleis- ierlich bahnbrechende Innovationen auf den Markt ten, dass alle in dieser Broschüre aufgeführten Produkte bringen, unterstützen wir das medizinische Fachpersonal weltweit gleichermaßen durch Siemens Healthineers dabei, eine qualitativ hochwertige Versorgung zu bieten, vertrieben werden können. die zum bestmöglichen Outcome für die Patient*innen führt. Die Verfügbarkeit und Verpackung können je nach Land variieren und können ohne vorherige Ankündigung Unser Portfolio ist wegweisend für die klinische Entschei- geändert werden. Einige/Alle der hier beschriebenen dungsfindung und die Definition von Behandlungspfaden Merkmale und Produkte sind in den USA möglicherweise von der In-vitro- und In-vivo-Diagnostik über die nicht erhältlich. – bildgestützte Therapie bis zur innovativen Krebsbehand- lung. Mit unseren Stärken in den Bereichen Digitale Die Informationen in diesem Dokument beinhalten Patient*innenzwillinge, Präzisionstherapie sowie allgemeine technische Beschreibungen von Leistungen Digitalisierung, Daten und Künstliche Intelligenz (KI) sind und Ausstattungsmöglichkeiten, die nicht in jedem wir hervorragend aufgestellt, um die immensen Heraus- Einzelfall vorliegen müssen. forderungen des Gesundheitswesens zu meistern. Auf Siemens Healthineers behält sich das Recht vor, das hier diesen Stärken werden wir weiter aufbauen, um die beschriebene Design und die Verpackung sowie Spezifi- bedrohlichsten Krankheiten der Welt zu bekämpfen, die kationen und Ausstattungsmöglichkeiten ohne vorherige Qualität klinischer Ergebnisse sowie den Zugang zur Bekanntgabe zu ändern. Bitte wenden Sie sich an die für Gesundheitsversorgung zu verbessern. Sie zuständige Siemens Healthineers-Vertretung, um die Wir sind ein Team aus 66.000 hoch engagierten Mitarbei- neuesten Informationen zu erhalten. tenden in mehr als 70 Ländern, die mit Leidenschaft die Grenzen des Möglichen im Gesundheitswesen verschie- Hinweis: Die in diesem Dokument enthaltenen techni- ben, um das Leben von Menschen auf der ganzen Welt schen Daten können innerhalb definierter Toleranzen zu verbessern. variieren. Bei der Druckwiedergabe von Originalbildern ist eine geringere Detailzeichnung unvermeidlich. Die hier wiedergegebenen Aussagen von Siemens Healthineers-Kund*innen basieren auf Ergebnis- sen, die in der spezifischen Umgebung der Kund*innen erzielt wurden. Da es kein „typisches“ Krankenhaus oder Labor gibt und die Ergebnisse von vielen Variablen abhängen (z. B. Größe des Krankenhauses, Zusammen- setzung der Stichproben, Case Mix, Grad der IT-Integrati- on und/oder Automatisierung), kann nicht garantiert werden, dass andere Kund*innen die gleichen Ergebnisse erzielen. Siemens Healthineers Hauptsitz Siemens Healthineers AG Siemensstr. 3 91301 Forchheim, Deutschland Telefon: +49 9191 18-0 siemens-healthineers.com Herausgegeben von Siemens Healthineers AG · online · 14515 0224 · ©Siemens Healthineers AG, 2024

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