
Strahlenschutz Schweiz Modul9 - Online Training - 45 Minuten
Im Modul 9 der Strahlenschutzschulung machen wir Sie damit vertraut wie ein digitales Bild entsteht, wie Festkörperdetektoren funktionieren und wie sich die Bildgebung in der Durchleuchtung verändert hat.
Zum Ende dieses Moduls werden Sie verstehen, was das ALARA-Prinzip für die Praxis bedeutet und welche Fragen Sie sich stellen müssen, wenn Sie ein neues Röntgengerät in Betrieb nehmen.
Herzlichen Glückwunsch! Sie haben das neunte Modul vom Strahlenschutztraining absolviert. Sehen sie hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Lerninhalte, welche Sie sich auch ausdrucken oder speichern können: Dazu klicken Sie hier. Bildentstehung • Nicht-Belichtung durch Photoeffekt/Absorption • Rauschen durch Comptoneffekt/Streuung • Bildgüte auch vom Detektor abhängig → Quantenausbeute und Rauschverhalten, Orts- und Kontrastauflösung • Kleinere Pixel → größere Ortsauflösung (Hochkontrastauflösung) • Größere Bildtiefe → mehr Grautöne differenzierbar → bessere Kontrastauflösung (Niedrigkontrastauflösung) Detektortechnik • Fluoreszenztechnik zu Beginn des Röntgens → mit Lumineszenzfolien und Fluoroskopie Fluoreszenz immer noch bedeutsam • Entwicklung in der Durchleuchtung → Fluoreszenzschirm → Bildverstärkerröhre (BV) mit Fluoreszenzschirm → BV mit Fernsehkette → Flachbilddetektor • Analoge Bildverarbeitung verlustbehaftet → digitale Bildverarbeitung ohne Verlust möglich → Ziel: Kein Informationsverlust (daher Digitalisierung möglichst unmittelbar im Detektor) ALARA • As Low As Reasonably Achievable → So wenig wie vernünftigerweise möglich („So viel wie nötig, so wenig wie möglich.“) → Ausschnitt nur so groß wie gerade nötig → Bildqualität nur so gut, wie gerade nötig • Strahlenschutzgrundsätze (Rechtfertigung & Dosisbegrenzung & Optimierung) • Auch an neuen Geräten an individuelle Einstellung zur Dosisminimierung denken. Nehmen Sie sich Zeit das Lernmaterial nochmals anzusehen, bevor Sie den abschliessenden Test machen. Beachten Sie, dass das Lernmaterial ausschließlich für Schulungszwecke zu verwenden ist! Ziehen Sie für die richtige Verwendung der Software oder Hardware bitte immer die von Siemens Healthineers herausgegebene Gebrauchsanweisung heran. Dieses Material ist ausschließlich als Schulungsmaterial zu verwenden und ersetzt in keiner Weise die Gebrauchsanweisung. Jegliches in dieser Schulung verwendetes Material wird nicht regelmäßig aktualisiert und repräsentiert nicht zwangsläufig die neueste, zum Zeitpunkt der Schulung verfügbare Version von Software und Hardware. Die Gebrauchsanweisung dient als Hauptreferenz, insbesondere bezüglich der relevanten Sicherheitsinformationen wie Warn- und Vorsichtshinweise. Hinweis: Einige der in diesem Material gezeigten Funktionen sind optional und eventuell nicht Teil Ihres Systems. Die Informationen in diesem Material beinhalten allgemeine technische Beschreibungen von Leistungen und Ausstattungsmöglichkeiten, die nicht in jedem Einzelfall vorliegen müssen. Bestimmte in dem Material beschriebene Produkte, produktbezogene Ansprüche oder Funktionen (im Folgenden allgemein als "Funktionalität" bezeichnet) sind möglicherweise in Ihrem Land (noch) nicht verfügbar. Aufgrund von medizinproduktrechtlichen Vorgaben kann die zukünftige Verfügbarkeit der besagten Funktionalitäten nicht für bestimmte Länder zugesagt werden. Bitte wenden Sie sich an die für Sie zuständige Siemens Healthineers-Vertretung, um die neuesten Informationen zu erhalten. Vervielfältigung, Weitergabe oder Verbreitung dieser Schulungsunterlagen ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung gestattet. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz. Sämtliche Namen und Daten von Patienten sowie Parameter und konfigurationsabhängige Bezeichnungen sind erfunden und dienen lediglich als Beispiele. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere für den Fall der Patenterteilung oder GM-Eintragung. Copyright © Siemens Healthcare AG 2020 Wir möchten Sie in diesem Modul damit vertraut machen, wie ein digitales Bild entsteht, wie Festkörperdetektoren funktionieren und wie sich die Bildgebung in der Durchleuchtung verändert hat. Zum Ende dieses Moduls werden Sie verstehen, was das ALARA-Prinzip für die Praxis bedeutet und welche Fragen Sie sich stellen müssen, wenn Sie ein neues Röntgengerät in Betrieb nehmen. Willkommen zum Strahlenschutztraining Dieses Training ist in einer Kooperation zwischen der Siemens Healthcare AG Schweiz und der ccm-Campus GmbH entstanden. Dr. Andreas Jagenburg (Geschäftsführer und Radiologe) ist seit Langem im Bereich des Strahlenschutztrainings etabliert und bietet multimediales Lernen an. Sein Kredo: Strahlenschutz muss sein - aber nicht langweilig Vergessen Sie, dass Sie einer Pflicht nachkommen. Strahlenschutz kann eben anders … und mehr sein. Freie und flexible Zeiteinteilung, einfache Handhabung und spannende Inhalte. Nicht auswendig lernen, sondern verstehen, worauf es in der Praxis ankommt. Zu Ihrer Sicherheit … und mit Spass. Dieses auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtete Training erfüllt die neuen Anforderungen vom BAG, dass heisst Sie lernen kontinuierlich in aufeinander aufbauenden Modulen. Bewegen Sie die Maus hier her, um mehr Informationen zu den Modulen zu erhalten. Am Ende jedes Trainings erhalten Sie ein Zertifikat, welches Ihren Schulungserfolg nachweist. Bitte starten Sie den Einführungsfilm über das Popup `Willkommen`. Nun wünschen wir Ihnen viel Spass und Erfolg bei Ihren Trainings! Willkommen zum Strahlenschutztraining Willkommen Wenn Sie fotografieren wird das Bild bei guter Beleuchtung besser, als in der Dämmerung. Mehr Photonen liefern eben mehr Signal. Eine Regel, die auch für die medizinische Bildgebung gilt: Um bessere Bilder zu erhalten, benötigen wir - bei sonst gleichen Rahmenbedingungen - eine höhere Dosis. Insofern stehen Strahlenschutz und Bildqualität in einem gewissen Widerspruch - mit Auswegen. Die Entwicklung in der Detektortechnologie hat dazu beigetragen, dass die Dosis reduziert werden konnte und die Bildqualität dennoch deutlich besser wurde. Röntgenbilder sind das Ergebnis des Nebeneinanders von Röntgenabsorption (Photoeffekt) und Nicht-Absorption sowie der Überlagerung durch Streuung (Comptoneffekt). Wer mit digitalen Bildern arbeitet, dem wird es nützen, ein paar Hintergründe zu kennen. Bspw., woraus ein digitales Bild zusammensetzt ist. Wer das weiß, versteht nicht nur die Möglichkeiten der Bildnachverarbeitung, sondern auch deren Grenzen. Bitte klicken Sie auf das Popup `Pixel, Bildtiefe und Kontrast`, um mehr zu erfahren. Lernen Sie mehr über Pixel, Bildtiefe und Kontrast Pixel, Bildtiefe und Kontrast Als die Röntgentechnik Einzug in die Medizin hielt, wurden viele Untersuchungen als Durchleuchtungsuntersuchungen durchgeführt. Der Arzt stand hinter einem Fluoreszenzschirm, der die Photonen sichtbar machte, die den Patienten verlassen hatten. Im Laufe der Geschichte hat sich die Technik der Bildgebung grundlegend geändert. Zunächst wurden in der Durchleuchtung und an C-Bögen Bildverstärkerröhren eingesetzt; heute sind es Festkörperdetektoren. Bitte klicken Sie auf die Popups `Der Festkörperdetektor und Bildentstehung in der Durchleuchtung`, um mehr zu erfahren. Lernen Sie mehr über den Festkörperdetektor Der Festkörperdetektor Bildentstehung in der Durchleuchtung Bildentstehung in der Durchleuchtung ALARA ist die Abkürzung für „As Low As Reasonably Achievable“, was im Deutschen so viel bedeutet wie: „So niedrig wie vernünftigerweise erreichbar.“ Gemeint ist damit ein Prinzip des Strahlenschutzes, bei dem es um die Abwägung von Dosisminimierung und erforderlicher Bildqualität geht. Bei der Nutzen-Risiko-Abwägung geht es nicht nur darum, ob eine Untersuchung erforderlich ist oder nicht, also die Indikation für eine Untersuchung besteht. Es geht auch darum, die Dosis soweit wie möglich zu minimieren. Tatsächlich benötigen wir in der Medizin keine „schönen“ Bilder, sondern lediglich Bilder, die genau das zeigen, was für die Diagnose erforderlich ist. Nicht weniger, aber auch nicht mehr! Das gilt sowohl hinsichtlich dessen, was abgebildet wird (Größe des Bildausschnitts), als auch hinsichtlich der Qualität. Die Bildqualität ist dabei der Gegenspieler des Strahlenschutzes. Wird die Dosis reduziert, so wird auch das Signal am Bildempfänger geringer - und die Bildqualität nimmt ab. Wird die Dosis erhöht, nimmt das Signal zu und damit auch die Bildqualität. Das Ziel des Anwenders: Ein Bild, gerade so gut, wie es erforderlich ist - mit einer Dosis, „so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar“.